Sozialarbeiter statt Sanktionen

Veröffentlicht am 20.08.2012 in Pressemitteilungen

Anlässlich der Debatte um ein Bußgeld für Eltern von Schülern, die der Schule fern bleiben, erklären der Bundesvorsitzende der Jusos, Sascha Vogt und der Bundeskoordinator der Juso-SchülerInnen-Gruppe, Taner Ünalgan:

„Der Vorschlag von Ministerin Ursula von der Leyen über harte Sanktionen bei Schulschwänzern ist absurd. Solche Strafen existieren bereits und haben zu keinen nennenswerten Änderungen des Problems geführt. Stattdessen wird der Druck auf junge Menschen erhöht, ohne jedoch die konkreten Gründe für das Schwänzen heraus zu finden. Wir lehnen daher Sanktionen als Instrument gegen das Schule schwänzen ab. Die Arbeitsministerin sollte sich lieber auf ihren Fachbereich konzentrieren, anstatt für ein weiteres Sommerloch-Thema zu sorgen, für das sie nicht einmal zuständig ist.

Das deutsche Schulsystem ist dringend verbesserungs- und reformbedürftig. Schüler leiden immer stärker unter Leistungsdruck und Stress. Studien zeigen, dass ein Drittel bereits ab dem 15. Lebensjahr unter depressiven Stimmungen leidet. In dieser Situation ist es nachvollziehbar, wenn auch nicht akzeptabel oder gewünscht, dass Schüler den Schulen fernbleiben. Um das Problem zu lösen, muss Bildungspolitik die Schule als Lebensraum begreifen und diese zu solch einem reformieren. Wir fordern außerdem mehr Sozialarbeiter und Psychologen an den Schulen einzustellen.

Moderne Schulpolitik bedeutet immer einen Dreiklang von Bildung, Demokratie und Lebenskompetenz. Nur so kann und muss Schulpolitik den beschriebenen Entwicklungen entgegenwirken.“

 

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