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Ein Querschnitt unserer Arbeit

Damit du dir einen Eindruck über unsere Arbeit verschaffen kannst, siehst du hier einen kleinen Querschnitt unserer Arbeit.

 

11.01.2008 - Jusos Gmünd begrüßen Ausbildungsbonus

Die Jusos Schwäbisch Gmünd begrüßen den am 9. Januar beschlossenen Ausbildungsbonus.

Bei diesem Anreizsystem werden Betriebe belohnt, die Jugendliche ausbilden.

Dieser Ausbildungsbonus ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber besser wäre es, wenn es eine Ausbildungsplatzumlage geben würde. Somit müsste dieser Bonus nicht aus der Arbeitslosenversicherung finanziert werden, sondern würde von denjenigen Betrieben finanziert werden, die sich ihrer Ausbildungsverantwortung entziehen.
Ein solches solidarisches System wird aber derzeit von der CDU/CSU blockiert.

Die Jusos Schwäbisch Gmünd halten deshalb weiterhin an einer Ausbildungsplatzumlage fest.

Rauchverbot

Heftig wurde bei den Jusos in deren jüngsten Sitzung über das seit Anfang August bestehende Rauchverbot in Gaststätten, Kneipen und Diskos diskutiert. Man schätze zwar allgemein die bessere Luft in den Kneipen und vor allem in der örtlichen Diskothek B29, so sei jedoch der Rückgang der Besucher in selbigen Lokalen offensichtlich und über die wirtschaftlichen Folgen für die Betreiber könne man derzeit nur spekulieren. Vielerorts ist es zurzeit ja noch möglich, seiner Lust im Freien zu frönen, aber wie soll das zur kalten Jahreszeit werden, wenn die Raucher auf den Gehwegen und Straßen stehen, um ihre Unterhaltungen zu führen. Ist es dann eine polizeiliche Aufgabe für Ruhe zu sorgen? Wie viele Beschwerden gibt es denn wegen Geruchsbelästigung? Auch überzeugte Nichtraucher seien der Meinung, dass einem Kneipenbesuch inzwischen jegliche gemütliche Atmosphäre und Geselligkeit abhanden gekommen sei, da man als Nichtraucher oft alleine zurückbleibe, wenn sich die Raucher nach draußen zur Fortsetzung des Gesprächs absetzten. Deshalb war man sich bei den Jusos in einem Punkt einig: das derzeitige Gesetz in Baden Württemberg greife viel zu stark in das Haus und Persönlichkeitsrecht ein. Jeder mündige Bürger müsse in der Lage sein, selbst zu entscheiden, wo er seine Freizeit verbringt, ob er mit Rauchern zusammen die Kneipe besuchen oder nur eine raucherfreie Gaststätte aufsuchen wolle.
Zwar seien nichtraucherfreie Zonen in Gaststättengewerbe dringend erforderlich, aber jeder Wirt bzw. Wirtin solle selbst entscheiden können, welches Angebot für seine Kundschaft angemessen sei. Auf keinen Fall sollte man kleine Bistros und Kneipen zu einem Rauchverbot zwingen. Dies führe unwillkürlich zu deren wirtschaftlichen Aus und wer sollte davon etwas haben?

Die Jusos beschlossen dieses Thema auf ihrem nächsten Stammtisch am 31. August um 18.00 Uhr im Cafe Spielplatz, zusammen mit dem neuen Gesetz zu einem Raucherverbot für unter 18 jährige, weiter zu diskutieren. Dazu sind alle Jugendlichen und Junggebliebenen herzlich eingeladen.

Geht die Gmünder Jugend baden?

Unter diesem Motto befragten die Jusos am vergangenen Freitag Jugendliche aus Schwäbisch Gmünd und Umgebung nach ihrer Meinung über die Stadt Schwäbisch Gmünd.

Mit einem Planschbecken und zwei Stellwänden ausgerüstet sammelte die Jugendorganisation der SPD mehr als 60 Meinungen und kam mit verschiedenen Leuten aller Altersgruppen am Johannisplatz in Gespräch.
Im Fordergrund der Befragung stand, was den Jugendlichen besonders gefällt und die Attraktivität der Stadt für Jugendliche.

Dabei zeigten sich die Gmünder Jugendlichen sehr ideenreich. So wünschen sich mehrere eine bessere Busverbindung zwischen den einzelnen Teilorten, vor allem in den späten Abendstunden, aber eben auch zu den nahe gelegenen Diskotheken. Favorisiert wurden auch ein Jugendzentrum in der Innenstadt und eine belebte Innenstadt.

Besonders freuten sich die Jusos über die rege Teilnahme und das Interesse so vieler Jugendlicher. Von Politikverdrossenheit und den Vorurteilen über die junge Generation wollte man an diesem warmen Nachmittag nichts wissen. Keine Flatrateparty und Saufen bis zum Umfallen wurden verlangt, sondern nur konstruktive Vorschläge zur Verschönerung und Belebung der Gmünder Innenstadt gemacht.

Man beschloss deshalb die Aktion in jedem Fall zu wiederholen und auch Kontakt mit Oberbürgermeister Wolfgang Leidig und der SPD Gemeinderatsfraktion aufzunehmen, um die Wünsche der Gmünder Jugend weiterzugeben, damit diese in der zukünftigen Städteplanung Gehör findet und nicht „baden“ geht.

 

Jusos lehnen dreigliedriges Schulsystem ab

Bei ihrem letzten Treffen beschäftigten sich die Jungsozialisten Schwäbisch Gmünd mit dem neuen Hauptschulprogramm, das vergangene Woche von Kultusminister Rau vorgestellt wurde. Die Jusos Schwäbisch Gmünd kritisieren die Mutlosigkeit der CDU- Regierung und stellen fest, dass wieder einmal Vernunft und Fakten, die seit Jahren bekannt sind, in Stuttgart auf taube Ohren stoßen.
"Die Einstellung von 300 pädagogischen Assistenten wird die Hauptschulen im Land nicht retten. Es wurden genug "Reförmchen" durchgeführt", so die stellvertretende Vorsitzende Evelyn Lustig. Auch Kathrin Unrath, ehemalige Kreisvorsitzende der Jusos im Ostalbkreis, stellt fest: "Dadurch, dass die Regierung Oettinger den so genannten Klassenteiler nicht gesenkt hat, wie von der Mehrheit der Pädagogen im Land gefordert, können 900 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer nicht eingestellt werden. Die Situation für die jetzigen PH Studentinnen und Studenten ist skandalös, wenn diese aus dem Studium in den Beruf starten möchten. Man lässt eine ganze Generation von jungen Leuten, die sich für das Lehramt an Hauptschulen entschieden haben, im Regen stehen".

Die Jusos Schwäbisch Gmünd finden es bedauerlich, dass die junge Union nicht die Energie findet die Ideologie der Altkonservativen zu durchbrechen. "Der JU-Kreisvorsitzende, Michael Dambacher, soll doch einmal den vielen Studentinnen und Studenten, die sich für das Studium des Grund– und Hauptschullehrers entschieden haben, erklären, was sie nun trotz der jahrelangen Einstellungsversprechen der CDU nach dem Studium tun sollen? Ein Leben als Assistent zum Billigtarif?" fragte Jakob Unrath.

Als Fazit stellten die Jusos für sich fest, dass das "Stempelschulsystem" endlich überwunden werden soll und die Konzentration auf einer integrativen Schule liegen muss, bei der die Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Ein dreigliedriges Schulsystem hat für die Jusos keine Zukunft mehr.

 

Seminarwochenende der Gmünder Juso AG

Braucht Deutschland einen Mindestlohn?

Um sich mit dieser Frage zu beschäftigen, trafen am vergangenen Wochenende Jungsozialisten aus Schwäbisch Gmünd mit weiteren Gästen aus dem Ostalbkreis auf dem Wagnershof nahe Ellwangen zusammen.
Denn entgegen bundespolitischer Kompromisse ist der Mindestlohn für die Jusos eine dringende Notwendigkeit um den so genannten Hungerlöhnen Einhalt zu gebieten.

Zunächst beschäftigten sich die Jusos mit den Grundlegenden Fragen rund um das Thema Mindestlohn.

Denn wer kann schon aus dem Stegreif genau benennen was das Grundeinkommen ist. Und was hat es noch gleich mit dem Bürgergeld auf sich?

Nachdem alle Unklarheiten beseitigt waren, wagte man den Blick in das europäische Ausland.

Zu Recht, da 18 der nun 27 Mitgliedsstaaten der EU bereits über einen gesetzlich geregelten Mindestlohn verfügen.

Um die Gruppe trotz umfangreicher Informationen bei Laune zu halten, hatte sich das Organisationsteam einiges einfallen lassen: So wurde zum Beispiel der Film der "Initiative Mindestlohn" gezeigt oder eine interaktive Pro/Contra- Diskussion geführt.

Dass auch die Gewerkschaft diese Forderung aufrecht hält, bestätigte der Gewerkschafter und SPD-Kreisvorsitzende Josef Mischko, der den Anwesenden die Sorgen der Arbeitnehmer mittels konkreter Beispiele näher brachte und somit eine lebhafte Diskussion eröffnete.

Die Jusos bekamen so die Möglichkeit ihre Standpunkte konsequent zu verteidigen.

"Ein Mindestlohn ist dringend notwendig, denn den Arbeitnehmer so zu bezahlen, dass er gut davon leben kann ist Sache des Arbeitgebers, nicht des Staates. Deshalb kommen Lohnsubventionsmodelle wie z.B. der Kombilohn für mich nicht in Frage", so Kathrin Unrath. Trotz diesem sehr ernsten Thema kam der Spaß weder beim inhaltlichen Arbeiten noch beim geselligen Teil, dem gemeinsamen Grillabend zu kurz.

Gefüttert mit einer Reihe von Informationen und mit einer gefestigten Meinung zum Thema Mindestlohn, werden die Jusos auch weiterhin für dessen Umsetzung eintreten.

 

Besuch in Gmünder DITIB-Moschee

Über den bevorstehenden Bau einer Moschee wird schon seit längerer Zeit in der Presse berichtet und in den Leserbriefen debattiert, doch wer sind eigentlich die Menschen, die hinter diesem Vorhaben stecken?

Deshalb ließ sich die Juso AG Schwäbisch Gmünd auch nicht die Gelegenheit nehmen, um gemeinsam mit Bilal Dincel die muslimische Gemeinde näher kennen zu lernen, wobei sie nicht nur auf große Gastfreundlichkeit sondern auch auf interessante Informationen stoßen konnten.

Obwohl die Ditib-Moschee nahe des Bahnhofes mit ihren 40 Jahren Bestand alles andere als neu ist, stellte sich der Anblick des inneren Gebäudes mit dem Gebetsraum für die meisten Jusos als erstmalig dar.

Nachdem grundlegendes zur islamischen Religion erläutert und auch die letzte neugierige Frage beantwortet wurde, gab es nun die Möglichkeit mehr über den anstehenden Bau, der im Übrigen ein Umzug und keine Vergrößerung ist, zu erfahren.

Woraufhin das nächste Erstaunen folgte, denn entgegen der allgemeinen Annahme soll der Neubau beim alten Topbau vorwiegend als Gemeindezentrum und nur zu einem kleineren Teil als religiöser Treffpunkt fungieren.

Stattdessen möchte man mehr Raum für die Jugend- und Seniorenarbeit schaffen, da sich die Ditib- Gemeinde bislang mit einem provisorisch eingerichteten Jugendraum begnügen musste.

In Zukunft soll die räumliche Nähe von religiösem und sozialen Leben eine Art Hilfestellung bieten, welche die Hürden verringert um Angebote wie beispielsweise Sprachkurse anzunehmen.

Betont wird außerdem, dass ein multikulturelles Miteinander auch von Seiten der Gemeinde gewollt ist und so ist ebenso in Planung im neuen Gemeindezentrum Räume auch für die VHS, das Kulturamt, das zukünftige Schulmuseum und für gemeinsame Krankengymnastik vorzusehen.

Auf Wunsch der Stadt und zur Stärkung der Infrastruktur könnte zudem auch ein Supermarkt untergebracht werden.

Die Hoffnung auf einen baldigen Gemeinderatsbeschluss der zum Bau notwendigen Umwandlung des Sondergebietes in ein Mischgebiet, stützt sich vor allem darauf, dass von den Gemeindemitgliedern bereits seit zehn Jahren Aufklärungsarbeit geleistet wird.

Mit einigen neuen Erkenntnissen werden die Jusos den Verlauf des Umzuges auch weiterhin interessiert verfolgen.

Hoffung auf weitere Bewegung

An insgesamt drei verschiedenen Tagen bezogen die Gmünder Jusos ein Zelt in der Innenstadt und eine Hütte auf dem Spraitbacher Weihnachtsmarkt um Spenden für das Eltern-Kind-Zentrum Wippidu e.V. zu sammeln.

Dabei kam nicht nur dem Verein Unterstützung, sondern auch den Passanten Verköstigung in Form von Gebäck, frischen Waffeln, Punsch und Glühwein zugute.

Als sich die Jusos mit Zusatzangeboten für Studierende an den Hochschulen im Ostalbkreis beschäftigten, wurden sie erstmals auf das Kooperationsprojekt „Spielgruppe im Känguru“; von Wippidu mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd aufmerksam.

Dabei handelt es sich um ein Betreuungsangebot für studierende Mütter und deren Kleinkinder während der nachmittäglichen Vorlesungszeit.

Dass die im Oberbettringer Christophorus-Kindergarten untergebrachte Kinderkrippe „Känguru“ (für Kinder bis zum Kindergartenalter ) einen regelrechten Anmeldeansturm erfährt, sich mittlerweile schon eine längere Warteliste gebildet hat und somit trotz finanzieller Unterstützung seitens der Stadt Schwäbisch Gmünd auf Notlösungen wie das Teilen von einzelnen Betreuungsplätzen zurückgegriffen werden muss, wurde erst im persönlichen Gespräch so richtig deutlich.

Außerdem bietet Wippidu Kleinkinderbetreuung und Kinder-Eltern-Treffen in der Königsstraße als auch Betreuung an jedem letzten Samstag im Monat an, sonstige Aktionen wie z.B. im City-Center während der Adventszeit und weitere Veranstaltungen kommen noch hinzu.

Ein Ziel des Vereines, der sich abgesehen von den öffentlichen Geldern aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, ist speziell das Angebot für Kleinkinder auszuweiten um den Eltern somit den Widereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

Auch die Jusos sind der Meinung, dass wenn man einer so genannten „Vergreisung der Gesellschaft“ aktiv entgegenwirken möchte, man besser ausgebaute Hilfestellungen für Eltern nicht vermeiden könne.
„Auch wir Jusos hoffen einen Teil zum Ganzen beigetragen zu haben und hoffen ebenso auf weitere nachhaltige Unterstützung der Stadt und der Gemeinden“, so Rudolf Peschko.

 

Sportfreunde?

Von einer bisher unbekannt sportlichen Seite zeigten sich die Gmünder Jusos beim traditionellen Fußballturnier des SPD Ortvereins Giengen, welches am 30.09.2006 in Hürben ausgetragen wurde.
Neben der übrigens einzig gemischten Mannschaft aus Gmünd ging auch eine weitere Juso-Mannschaft „Jusos Ostalb“ an den Start.
Beide trafen auf Mannschaften aus Vereinen und Betrieben, jedoch sollte ihnen kein Glück vergönnt sein.
Wie auch immer: Der Spaß war unverkennbar und so dürfte die Teilnahme beim nächsten Turnier schon fast sicher sein.

 

Premiere- Wiederholung nicht ausgeschlossen

Bei bester Laune und guter Musik vebrachten die Besucher der ersten Jusoparty den Abend Alles andere als eine trockene Veranstaltung war die Party der Juso AG Schwäbisch Gmünd, welche am 11.03.2006 im Café Spielplatz stattfand.
Als Glücksgriff erwies sich auch die Gmünder Coverrock Band „Uncrowned“, die ihren Beitrag zur guten Stimmung beisteuerte und so manches Tanzbein schwingen ließ.
Mit von der Partie war ebenfalls der SPD-Landtagsabgeordnete Mario Capezzuto, der sich in dem allgemein recht jungem Kreise sichtlich wohl fühlte.
Auch erhoffen sich die Jusos, dass sie die Erst- und Jungwähler zum Wählen animieren konnten.
Nach dieser geglückten Premiere ist eine Wiederholung mit einer ähnlichen Veranstaltung der Jusos nicht auszuschließen.

Anpfiff für Juso-Landtagswahlkampf

Nach einer Reihe von Vorbereitungen gehen nun auch die Jusos in Schwäbisch Gmünd im Landtagswahlkampf in die Vollen...

Den Anfang machte am Samstag, den 4. März ein Informationsstand zum Thema "Wirtschaft und Arbeit", bei dem Aussagen der CDU aufgelistet und eigene Argumente gegenüber gestellt wurden.
Es werden weitere Stände zu den Themen "Bildung" und "Atomkraft contra erneuerbare Energien" folgen.
Abends begleiteten die Jusos den Landtagsabgeordneten Mario Capezzuto, welcher selbst jahrelang aktiv war, zu einem Handballspiel des TSB.

Jusos bei Demo gegen Studiengebühren in Stuttgart

Heiße Debatten und feige CDUler

Am Mittwoch, dem 30.11.05 fand in Stuttgart eine „Demo“ gegen Studiengebühren statt, bei der auch die Jusos aus Schwäbisch Gmünd, Mögglingen und dem ganzen Ostalbkreis teilnahmen.

Die Kundgebung begann mit lauten Chören um etwa 13.00 Uhr und bewegte sich langsam Richtung CDU Zentrale. Unter lautem Protest von mehr als 8000 Studenten forderten diese die Abschaffung der geplanten Studiengebühren und eine gerechte Bildungspolitik. Von der CDU zeigte sich leider niemand um Stellung zu beziehen.

Nach etwa 45 Minuten setzte sich die Demonstration dann Richtung Königsstraße fort, wo sie sich mit weiteren Studenten aus ganz Baden-Württemberg verband. Mit lauten Rufen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“ machten die Teilnehmer ihren Protest deutlich und bewegten sich dann in Richtung Landtag. Friedlich drangen viele der Studenten bis direkt vor den Landtag vor und überbrachten auch Günther Oettinger ihr klares „nein“ zu den ungerechten Gebühren, bis die Polizei sie freundlich zum Rückzug hinter die Grünanlagen aufforderte.

Erst nach langen kalten Stunden um ca. 18.00 Uhr endete die Demonstration und alle machten sich auf den Heimweg. Besonders freute die Jusos, dass die Proteste, bis auf einzelne Vorfälle weitgehend friedlich verliefen und auch die Polizisten Verständnis für die Situation der Studenten äußerten.

Jusos vorne mit dabei

Mobilisierungskonferenz zur Landtagswahl 2006

Am Samstag, 22.10.2005, fand die Mobilisierungskonferenz der SPD in Leinfelden-Echterdingen statt. Als Hauptredner war der Parteivorsitzende Franz Müntefering zu Gast. Zwei Vertreter der Jusos aus Schwäbisch Gmünd und Mögglingen waren gemeinsam dem Kampateam vorne mit dabei.

Früh morgens um 9.00 Uhr trafen die Jusos gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Willi Petzchen und der Vorsitzenden der SPD Schwäbisch Gmünd, Sigird Heusel, auf der Konferenz ein. Nach einem gemeinsamen „Roten Frühstück“ mit allem was das Herz begehrte ging es in den Saal der Filderhalle.

Ute Vogt begrüßte die Mitglieder und Anhänger der SPD mit einer kämpferischen Rede. Sie machte deutlich, dass der Politikwechsel in Baden-Württemberg überfällig ist und eine neue Regierung unter ihrer Führung die schweren Probleme im Land anpacken wolle. „Ein zu hohe Jugendarbeitslosigkeit, die drastische Verschuldung, der Mangel an Ganztagesbetreuung und die mangelnde Unterstützung bei den erneuerbaren Energien müssen endlich richtig angegangen werden“, so Vogt. Ebenso wird es mit der SPD keine Studiengebühren geben.

Wolfgang Drexler analysierte anschließend die vergangene Bundestagswahl und erläuterte die Inhalte im kommenden Wahlkampf. Es sei wichtig den Bürgerinnen und Bürgern ehrlich zu vermitteln, was in Baden-Württemberg nicht richtig läuft. „Es geht nicht darum, das Land schlecht zu reden, sondern zu zeigen, welche Fehler durch die Landesregierung gemacht werden, denn dieses Land kann mehr“.

Um 12.00 Uhr betrat Franz Müntefering den Saal und wurde mit großem Beifall begrüßt. Er dankte Ute Vogt für die Einladung und machte in einer sehr inhaltlichen und kämpferischen Rede den Anwesenden Mut für die kommende Wahl am 26. Dezember.

Anschließend diskutierten Vogt, Drexler und Müntefering ausgiebig mit den Anwesenden über die politische Zukunft des Landes und die Bedeutung der „Großen Koalition“ im Bund. Man war sich einig, dass bei allen notwendigen Reformen die soziale Gerechtigkeit nicht auf der Strecke bleiben darf.

Gut und kämpferisch eingestimmt machten sich das Kampateam und die Abgeordnetenkandidaten auf den Heimweg in ihre Wahlkreise.

Keine Kürzung bei der Jugendarbeit in Schwäbisch Gmünd!

Die Jusos beziehen Position

Auf der letzten Sitzung der Juso AG Schwäbisch Gmünd, 07.10.2005, im Cafe Spielplatz haben die Teilnehmer die derzeitige Debatte über Jugend, Politik und Kultur aufgegriffen. Die Anwesenden waren sich einig, dass die beiden Bereiche, Politik und Kultur, auf keinen Fall zu trennen sind.

Da Jugendhäuser ein wichtiger Anlaufpunkt für Jugendliche sind, darf auch hier die politischen Diskussionen und Veranstaltungen nicht fehlen. Durch solche Aktionen werden Interessen geweckt. Dieses Angebot sollte allerdings allen demokratischen Parteien offen stehen. Über die Teilnahme müssen die einzelnen Parteien frei entscheiden.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd muss deswegen aktiv die Arbeit der Jugendinitiativen und Jugendorganisationen auch finanziell unterstützen. Man kann auf eine gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zurückblicken und diese als Basis für die Zukunft betrachten.
Eine Kürzung dieser Gelder würde kontraproduktiv wirken und das Verhältnis der Jugendlichen zur Politik und zur Stadt belasten, da diese Mittel für die Jugendarbeit der Vereine wesentlich sind.
Androhungen von Kürzungen von finanziellen Mitteln, um politische Interessen Einzelner durchsetzen, wurde von den Jusos verurteilt.

Sie setzen sich für die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit ein und sprechen sich auch für die Unabhängigkeit solcher Jugendinitiativen aus.

Juso - Marktstände mit Christian Lange

Wahlkampf pur

Das klassische Mittel des Straßenwahlkampfes ist natürlich der Stand auf Märkten und Plätzen.
Auch die Jusos nutzen dieses Mittel oft und machten gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Christian Lange Werbung für die SPD.

Dabei bekamen die Jusos auch Unterstützung durch die SPD Schwäbisch Gmünd, insbesondere durch die stellvertretende Vorsitzende des Gmünder Ortsvereins, Daniela Maschka-Dengler.

Bei ihren Ständen bekamen Christian Lange und die Jusos ein sehr umfangreiches Feedback für die vergangenen 7 Jahre Rot-Grün. Viele Bürgerinnen und Bürger brachten zum Ausdruck, dass sie auch weiterhin die SPD in ihrem Kurs der Erneuerung unseres Landes unterstützen und dankten dem Abgeordneten für erfolgreiche Arbeit für dessen Wahlkreis. Manche brachten aber auch ihre Unsicherheit zum Ausdruck und baten die Jusos um Infromationen über den künftigen Kurs der SPD. Hier betonten die Jusos, dass es auch weiterhin mit der SPD keine Politik der sozialen Kälte geben werde. Man müsse aber den von Bundeskanzler Gerhard Schröder eigeschlagenen Weg der sozialen Erneuerung - Stichwort Agenda 2010 - mutig weitergehen.

Neben ernsten politischen Gesprächen und harter Überzeugungsarbeit gab es aber auch Lustiges. So geschehen beispielsweise am letzten Stand einen Tag vor der Wahl. Die CDU hatte gemeinsam mit der Jungen Union einen Stand neben dem der SPD auf dem Wochenmarkt platziert. Im Laufe dieses Standes informierten die Jungs von der JU eine ältere Dame über ihre Politik. Nach 10 Minuten kam die Dame zu uns und meinte, ihre Stimme hätten wir sicher. Die anderen hätten ja keine Ahnung von Politik. An dieser Stelle noch ein nachträgliches Dankeschön an die JU für erfolgreiche Wahlkampfarbeit für die Jusos ... :-)

Ein Abend voller Spannung

Auch die Jusos verfolgten wie 20 Millionen anderer Bundesbürger sehr interessiert das TV-Duell am vergangenen Sonntag. Extra zu diesem Anlass luden die Jusos in das Cafe Spielplatz zum gemeinsamen Schauen und anschließenden Diskutieren.

Maria Heusel, Vorsitzende der Jusos Gmünd, freute sich, dass trotz des guten Wetters das Cafe Spielplatz bis auf beinahe den letzten Platz gefüllt war. „Daran sieht man, dass die Menschen, und vor allem die Jugendlichen, doch nicht so politikverdrossen sind, wie manch einer gerne annimmt.“ Neben vielen jüngeren Zuschauern konnte Maria Heusel auch viele SPD Mitglieder sowie die Vertreter des SPD Ortsvereins, Clemens Beil und Uschi Seiz, begrüßen.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Jusos mit den Umfragewerten die TV-Sender einig. „Gerhard Schröder ist der klare Sieger dieses Abends“, so Pressesprecher Jochen Pahlke in einem ersten Statement. Wobei er jedoch auch anerkannte, dass die Herausforderin besser abschnitt, als im Vorfeld angenommen. Der erwartete „Frauenbonus“ kam allerdings in den Umfragewerten nicht zum Zuge. „ Dazu war sie zu angriffslustig, “ so der SPD Ortsvereinsvorsitzende Clemens Beil in seiner Einschätzung.

SPD und Jusos eröffnen heiße Phase des Wahlkampfs

Sigmar Gabriel zu Gast in Gmünd

Mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Niedersachsens, Sigmar Gabriel, eröffnete die SPD am Dientag, dem 30. August 2005 im Prediger-Refektorium in Schwäbisch Gmünd die heiße Phase des Wahlkampfs. In einer klaren und mitreißenden Rede stellte Gabriel die Eckpunkte des SPD Programms für die nächsten vier Jahre vor und erntete mit seinen Äußerungen zu Zielen der Politik sowie vor allem der Kritik an EU-Vorgaben vielen spontanen Beifall. Im überfüllten Prediger-Refektorium ließ Gabriel keinen Zweifel daran, wer vor der SPD-Regierungszeit für Schulden und Arbeitslosigkeit verantwortlich war. "Denen sollte man nicht abnehmen, dass sie es jetzt besser können," so der Politiker, der zuvor vom SPD-Bundestagsabgeordneten Christian Lange begrüßt wurde.

Lange erinnerte noch einmal an die Erfolge der SPD für die Region. Umgehung Mutlangen, Umgehung Lorch und Tunnelzusage seien die Bilanz von sieben Jahren. Dazu 18 Millionen Investitionen für die Einrichtung von Ganztagsschulen in der Region.

Gabriel betonte die Notwendigkeit der eingeleiteten Reformen, die "dazu geführt haben, dass wir nacheinander Wahlen verloren". Aber schon vor der SPD-Regierung hätte man sehen müssen, dass die Rente so nicht finanzierbar bleibt. Bei steigender Lebenserwartung, kürzerer Lebensarbeitszeit und zunehmender Arbeitslosigkeit. Inzwischen bezahle man im Jahr 120 Milliarden für Zinsen und Zuschüsse in die Rentenkasse. Nur zwölf Milliarden blieben dagegen für Forschung. "Aber Deutschlands Stärken müssen auf schneller Innovation liegen, nur durch die Forschung zu schaffen."

Spontanen Beifall gab es für Gabriels Forderung nach einheitlicher Unternehmensbesteuerung in der EU. Es könne nicht sein, dass Firmen in Deutschland Arbeitsplätze in Billiglohnländer der EU verlegen und dafür Subventionen kassieren, die aus Steuermittel der Arbeitnehmer kommen, die man hier entlassen hat.

Im Anschluss an die Veranstaltung gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Cafe Spielplatz. Hier ließen es sich die Jusos nicht nehmen, Sigmar Gabriel und Christian Lange für das große Engagement und die eindrücklichen Worte zu danken und ihnen weiterhin viel Erfolg zu wünschen.

Jusos beim Sommerfest der SPD im Europa-Park

Handshake mit dem Kanzler

Am 6. August ging es für die Jusos zum Sommerfest und gleichzeitigen Wahlkampfauftakt der Südwest-SPD in den Europa-Park nach Rust.

Bei gutem Wetter und nicht zu warmen 20-22 Grad ging es von einer Attraktion zur Nächsten. Höhepunkt des Tages waren aber nicht etwa die Achterbahnen "Euro-Mir" oder "Silverstar", sondern die Rede des Bundeskanzlers Gerhard Schröder auf dem Sommerfest der SPD vor den Toren des Parks. Beim Einmarsch war es sogar einigen Jusos vergönnt, dem Kanzler die Hand zu schütteln.

Im rappelvollen Europa-Park Dome hielt "unser Gerd" eine wie erwartet beeindruckende und staatsmännische Rede. Darin schwor er die vielen angereisten Mitglieder auf einen schweren und mühevollen Wahlkampf ein. Dabei hob Schröder vor allem die Bewahrung von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaftseinflüssen hervor. "Wir müssen verhindern, dass diese Errungenschaften unseres modernen Sozialstaats von denen zusammengestutzt werden." "Wir müssen unseren Sozialstaat erhalten."

Im Anschluss an die Rede ging es nochmals in den Park. Krönender Abschluss bildete dann die Fahrt mit dem "Silverstar, Europas schnellster und höchster Achterbahn. Die Fahrt wurde begleitet von lauten "Gerhard, Gerhard" - Rufen. Von wem die wohl kamen ... ?

Auf der Heimfahrt ging es dann noch in den Mc Donalds am Stuttgarter Airport. Bei Chicken McNuggets und Hamburger waren sich dann alle teilnehmenden Jusos einig, diesen Ausflug so schnell wie möglich zu wiederholen.

"Small Talk" mit Renate Schmidt

Auf Einladung der SPD Rentner verbrachten am 26. Juli 2005 einige Jusos aus Aalen und Schwäbisch Gmünd einen schönen Tag in Nürnberg. Dabei tauchten sie in die dunkle Geschichte der ehemaligen Gastgeberstadt der Nazi-Reichsparteitage ab.
Nach der Besichtigung des Dokumentationszentrums im größten übrig gebliebenen Relikt der Naziarchitektur, der nie fertig gestellten Kongresshalle für bis zu 70.000 Menschen, ging es zum Mittagessen in einen alten Bahnhof nahe des ehemaligen Parteitagsgeländes.

Im Anschluss an fränkische Rostbratwürste mit Kartoffelsalat machten die Jusos gemeinsam mit den SPD-Rentnern eine Führung über das Gelände. Dabei beeindruckte vor allem bei den Teilnehmern die immer noch enorme und größenwahnsinnige Architektur der Nationalsozialisten, wobei eine nach wie vor entsprechend beunruhigende Wirkung der Gebäude festgehalten wurde. Zudem gab es sehr intensive Gespräche zwischen den Senioren und den Jusos, wobei viele alte Erfahrungen und Geschichten ausgetauscht wurden.

Danach ging es mit dem Bus in die Zentrale der Nürnberger SPD, wo die Gmünder Gäste der Nürnberger SPD waren. Bei Cafe und Kuchen gab es ein längeres Gespräch mit der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Renate Schmidt. Dabei wurden neben allgemeinem Small-Talk auch wichtige Anliegen vorgebracht. Dabei räumte Renate Schmidt alle Zweifel am momentanen Kurs der Bundesregierung und den vorgezogenen Neuwahlen aus. Die SPD, so Schmidt, sei in hervorragender Verfassung und gehe mit einem reellen und realisierbaren Programm in das Rennen um die Macht. „Es gibt keine Alternative zu Gerhard Schröder.“ Anschließend ging sie mit dem Wahlprogramm der CDU hart ins Gericht. Vor allem die geplante Mehrwertsteuererhöhung hatte es ihr angetan. „Macht denen da draußen klar, was das bedeutet. Nämlich 2% mehr Ausgaben für Medikamente und Sprit, um nur zwei Beispiele zu nennen.“

Am Ende der Kaffeerunde, die für alle viel zu schnell verstrich, dankte Ute Nagel stellvertretend für alle Teilnehmer des Ausfluges Renate Schmidt und der Nürnberger SPD für die nette Gastfreundschaft. Im Anschluss daran machten sich alle auf den Weg nach Hause. Während der Busfahrt dankten die Jusos nochmals den SPD Senioren für die Einladung und den schönen und sehr informativen Tag.

Frühschoppen mit Mario Capezzuto

Kann man sich Bildung heute noch leisten?
Vergangenen Samstag fand zum ersten Mal der Juso-Frühschoppen im Cafe Spielplatz statt. In lockerer Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee stellte sich der Landtagsabgeordnete der SPD, Mario Capezzuto der Diskussion zum Thema „(Aus-)bildung – was erwartet uns im 21. Jahrhundert“.

In seinen einleitenden Worten zog Mario Capezzuto einen Querschnitt durch die momentane Bildungspolitik. Dabei stellte er den Ausbau der Ganztagesschule in den Vordergrund. Dies sei der „einzig richtige Weg“, um den „Rohstoff Bildung“ in Deutschland wieder voran zu bringen. Der große Vorteil der Ganztagesschule sei die ganztägige Betreuung der Kinder. In immer mehr Familien seien beide Elternteile berufstätig. Dieser Tatsache müsse man durch ein verstärktes Betreuungsangebot, auch in den Nachmittagsstunden, Rechnung tragen und dadurch die Familien entlasten. Weiters könne man durch diese Schulform auch die Sozialbindung der Kinder durch Arbeitsgemeinschaften (bspw. Sport-AG, Kunst-AG) stärken. Hierzu regte Kathrin Unrath, selbst PH Studentin, an, diese Betreuung nicht durch Vereine, sondern durch pädagogische Fachkräfte durchführen zu lassen. Nur so könne der hohe Qualitätsstandart gewährleistet werden.

Lange diskutierten die Gesprächsteilnehmer auch über die momentane Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation. Capezzuto hob hierzu hervor, dass es nicht nur einen Ausbildungsplatzmangel, sondern auch viele unbesetzte Ausbildungsplätze, insbesondere im Handwerk, gebe. „Man darf nicht alles über einen Kamm scheren.“ Andererseits müsse man jedoch auch sagen, dass die Anforderungen von den Unternehmen teilweise falsch gesetzt würden. „Ein Auszubildender in einem Malerbetrieb braucht nun mal nicht einen Einser in Englisch,“ so Capezzuto.
Eine Gesprächsteilnehmerin drückte in diesem Zusammenhang ihre Besorgnis über das Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen von Ausbildungsbetrieben und der Qualität der deutschen Schulabschlüsse aus. „Was kann man eigentlich heute noch mit einem Hauptschulabschluss erreichen?“ Als Antwort verwies Mario Capezzuto nochmals auf das Konzept der Ganztagesschule. Nur so könne man die Lernschwachen am effektivsten fördern und optimal auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Auf die Frage von Jochen Pahlke, wie das Ganze den bezahlt werden solle, entgegnete Capezzuto, dass die professionelle Nachhilfe mittlerweile ein Bereich mit Milliardenumsatz sei. Wenn man diese Nachhilfe, unter Umständen in Kooperation mit den Nachhilfeinstituten, in den Schulen anbiete, wäre das eine gute Möglichkeit, zum einen die Nachhilfekosten pro Kind zu senken und zum anderen den Bildungsstand der Schüler allgemein zu heben.

Auch die Frage zu Studiengebühren war ein Thema, über welches vor allem die anwesenden Studenten ausgiebig erörterten. Vor allem die Höhe der Studiengebühren war für viele bislang unklar. Ein Student brachte es auf den Punkt: „Die CDU spricht von 500, die FDP von 600 und andere sogar mittelfristig von über 1000€ Gebühren pro Semester. Was kommt den nun?“ Zudem sei für ihn die Aussage von Herrn Minister Frankenberg befremdend, dass Studiengebühren im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten „zweitrangig“ sind. „Ich muss für 500€ lange arbeiten.“
Capezzuto drückte diesbezüglich sein Verständnis aus. Es sei in der Tat momentan verwirrend. Fakt sei, dass die Landesregierung Studiengebühren von 500€ ab dem Wintersemester 2007 plane. Die Position der SPD hierzu sei, grundsätzlich Studiengebühren einzuführen, diese jedoch nur sozialverträglich und in Verbindung mit einem Zweit- oder Langzeitstudium. „Wir wollen verhindern, dass die Studenten mit einem Berg Schulden ins Arbeitsleben starten.“ Man müsse auch auf die Studenten Rücksicht nehmen, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen. Eine andere Möglichkeit, Studenten finanziell zu unterstützen, wäre nach Capezzuto die Einbindung der Unternehmen. Mit deren finanziellem Beitrag könne man vermehrt Stipendien ausschreiben und dadurch schon „von der Pieke an“ den Unternehmensnachwuchs heranziehen. Dadurch ergebe sich auch, ähnlich wie in den USA, eine starke Symbiose zwischen Uni und Unternehmen. „Wenn sich Unternehmen und Studenten mit Universitäten verbunden fühlen, werden sie diese auch stärker fördern. Ein Ziel der Hochschulpolitik muss daher die Erschließung privater Fördermittel beinhalten.“

Auf dem Höhepunkt der Diskussion musste Gesprächsleiter Jochen Pahlke diese leider aufgrund Zeitmangels abbrechen. Gemeinsam mit der Juso-Vorsitzenden Maria Heusel dankte Pahlke Mario Capezzuto für dessen Teilnahme an der Debatte. Auf die abschließende Frage nach einem Feedback der Veranstaltung werteten alle Teilnehmer diese als Erfolg, verbunden mit dem Wunsch nach weiteren, ähnlichen Veranstaltungen.

2004: "Da können wir ja nur noch gewinnen"

Einen Wahlkampfauftakt nach Maß erlebten die Besucher der Stuttgarter Liederhalle am Samstag, darunter auch zahlreiche Delegierte, Mitglieder, Jusos und Besucher aus dem Raum Schwäbisch Gmünd, die ihren Abgeordneten Mario Capezzuto begleiteten.

Die Spitzenkandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin, Ute Vogt, machte die Alternativen der SPD zur Union unmissverständlich klar. Ein Ministerpräsident, der die Entlassung von 6.000 Arbeitnehmern bei Daimler zynisch als „Fitnessprogramm“ bezeichne, offenbare in wessen Interesse er das Land regiere. Die andauernden internen Querelen in der Landesunion machten deutlich, dass diese Partei endlich eine Pause von der Macht verdient habe.

Höhepunkt des Landesparteitages war die Rede des SPD-Vorsitzenden, Ministerpräsident Matthias Platzeck. Er beeindruckte mit einer klaren Sprache die verständlich ist und überzeugte mit glaubwürdigen Argumenten. Er gab der baden-württembergischen SPD den Rat, nicht die Umfragen, sondern die Wahlen zu gewinnen – so wie er es bei seiner Wahl in Brandenburg erfolgreich praktiziert habe. Matthias Platzeck setzte sich für dafür ein, den Dreiklang von Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit als Grundwerte in der Politik zu erhalten und diese Grundwerte gleichwertig zu behandeln. Dazu gehöre, dass es wieder für alle Menschen, die einer Vollzeitarbeit nachgehen, existenzsichernde Löhne gebe. Dazu gehöre aber auch, dass die europäische Dienstleistungsrichtlinie verändert werde und die Gewerbefreiheit nicht dazu führen dürfe, Sozialdumping und dem Unterlaufen von Umweltstandards Vorschub zu leisten.

Platzeck warnte vor der rückwärtsgewandten Energiepolitik, wie sie von Ministerpräsident Oettinger vertreten werde. „Wer heute den Ausstieg vom Ausstieg fordert, will morgen auch neue Atomkraftwerke bauen“, zeigte er die Gefahren auf.

Zum Abschluss des Parteitages versammelten sich dann alle Kandidaten gemeinsam mit Matthias Platzeck und Ute Vogt auf der Bühne der Liederhalle, darunter auch der Gmünder Abgeordnete Mario Capezzuto .

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