EU-Kandidatin bei Radelstetter Landwirt

Veröffentlicht am 04.06.2009 in Jusos in Aktion

Radelstetten. Auf Einladung des Gmünder Juso-Vorsitzenden Jakob Unrath besuchte EU-Kandidatin Lusia Boos einen Radelstetter Bauernhof. Im regen Gedan-kenaustausch kam zur Sprache, dass die Situation der Milch produzierenden Land-wirte zum Verzweifeln sei. Auch eine Zu-sammenlegung mit anderen Betrieben, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den anhaltend geringen Milchpreis auszu-gleichen, sei nur teilweise erfolgreich und im vertretbaren Maß schon längst gesche-hen. Auch sei die Umstellung auf hoch-preisige Bio-Milch auf dem heutigen Markt nicht möglich. Kandidatin Boos zeigte sich überzeugt davon, dass die Verbraucher keine Lockangebote der Supermärkte für Milchprodukte brauchen und es nicht vertretbar sei, dass der Preiskampf der Discounter auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen wird. Der Stellenwert heimischer Landwirtschaft dürfe nicht ausgehöhlt werden.

Besonderes Interesse zeigte die Kandidatin Boos auch beim Besuch des Jugendtreffs Ost. Wie der dort seit zehn Jahren tätige Mitarbeiter Gazmend Boci ausführte, ge-länge es ihm durch seine eigenen Erfah-rungen als Kind wohlhabender Eltern, die nach Deutschland flüchten mussten, ver-hältnismäßig leicht, sich in die Kinder mit Migrationshintergrund einzufühlen. Es sei aber nach wie vor schwierig, Verständnis für Kinder zu wecken, die nicht so gut Deutsch sprächen. Kandidatin Boos ver-wies auf selbstverständliche Zweispra-chigkeit, die sie in ihrer Heimat an der französischen Grenze erfahren habe, und begrüßte das Engagement der Jugendtreffs, das durch den Einsatz Ruth Reinert-Grimmingers nun schon seit Jahrzehnten in diesem Stadttteil angeboten werden könne. „Für Europa darf Vielsprachigkeit keine Ausnahme sein,“ so Boos, „doch wolle keiner die örtliche Kultur, Sprache und Dialekt verdrängen.“

 

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