Erinnerungskultur weiter diskutieren

Veröffentlicht am 26.06.2013 in Jusos in Aktion

„Es geht nicht darum ständig neue Vorschläge beim Thema Erinnerungskultur in die Diskussion zu werfen, sondern endlich einmal alle kritischen Straßennamen auf den Tisch zu legen“, entgegnen die Jusos Schwäbisch Gmünd der CDU beim Thema Erinnerungskultur.

Mit der Benennung einer Straße durch eine Person würde dieser eine Ehrung zu teil werden. Die Verfehlungen dieser Personen in der Vergangenheit können nach Auffassung der Jusos nicht durch den langen Zeitraum aufgehoben werden. Heute stehe für Personen wie Carl Peters, Paul von Hindenburg, Richard-Bullinger, Erwin Rommel, Franz Lüderitz und Franz Konrad klar fest, welche politische Rolle sie in ihrer Zeit eingenommen haben. Dies sei aber nicht als eine abschließende Liste zu betrachten.
Vielmehr müsse sich die Stadtverwaltung endlich einmal alle Straßennamen vornehmen und die Umbenennung der bekannten Namen prüfen und vorantreiben, fordern die Jusos. Das gelte auch für historische Bezeichnungen wie die Ostlandstraße. Die Aufarbeitung gehe nur schleppend voran. So sei im Petersweg bis heute keine entsprechende Beschilderung angebracht. Jede/r, der/die durch diesen Weg laufe, müsse nach wie vor die Verbindung zu dem Mörder Carl Peters herstellen und nicht zum unbekannten schlesischen Maler. Die Jusos fragen sich, ob die Stadtverwaltung das gleiche peinliche Verfahren beim Betrüger Lüderitz oder der möglichen Ostlandstraße anwenden möchte, welche direkt parallel zum Petersweg liegen? Man müsse zu der Selbstverständlichkeit finden, diejenigen zu würdigen, die sich in dunklen Zeiten für Freiheit und Demokratie einsetzten. So seien Georg Elser, die Geschwister Scholl oder andere Widerstandskämpfer vor Ort zu ehren.
Die Jusos warnen davor, dass bald 70 Jahre nach der Nazi-Diktatur und 140 Jahre nach dem brutalen deutschen Kolonialismus die jetzigen Generationen nicht den Mut aufbringen mit der Ehrung für bestimmte historische Figuren abzuschließen. Dies führe nicht zur gewünschten „Ruhe“ bei diesem Thema, sondern dazu, dass sich die kommenden Generationen mit den Irrtümern und Nachlässigkeiten der heutigen Vertreter im Gemeinderat weiter beschäftigen müssten.

 

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